Blutdruckmessgerät Test und Vergleich

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Wenn es um unsere Gesundheit geht, so sollte kein Test zu aufwändig und keine Kontrolle zu sorgfältig sein. So auch, wenn es um Blutdruckmessgeräte geht, welche den Blutdruck stets im Blick behalten sollen. Für manche gehört dies zur täglichen Routine, andere möchten lediglich ab und an einen Blick darauf werfen. Wer im Begriff steht, sich ein Blutdruckmessgerät zu kaufen, der sollte diverse Testkriterien kennen. Immerhin können nicht alle Geräte auch den Anforderungen von Stiftung Warentest oder anderen Institutionen erfüllen. Um genau zu sein, sogar nicht einmal ein Drittel von ihnen. Eine gute Beratung vor dem Kauf ist also unabdingbar.

Die besten 3 Geräte im Blutdruckmessgerät Test

Die besten getesteten Geräte von Stiftung Warentest stammen von sehr bekannten Herstellern aus diesem Genre. So sind einige Geräte des Herstellers Boso unter den Erstplatzierten, auf dem ersten Platz liegen aber auch Geräte der Marke Omron. Überraschenderweise war auch ein Gerät für das Handgelenk des Herstellers Beurer (Beurer BC 40) für nur 17 Euro unter den Gutplatzierten. Tediver konnte ebenfalls exzellente Punkte abstauben.

 

Boso Medicus X

Das wohl beste Gerät für den Oberarm ist das Blutdruckmessgerät Boso Medicus X. Für knapp 50 Euro ist es im Handel erhältlich und konnte sich bei Stiftung Warentest den dritten Platz sichern. Das besonders bedienungsfreundliche Handling des Gerätes überzeugte, beispielsweise aufgrund seines Eintasten-Systems und einer leicht verständlichen Bedienungsanleitung. Das Blutdruckmessgerät misst die Werte allerdings ohne Uhrzeit oder Datum und landet aus diesem Grund nur auf Platz 3. Dennoch – wer seinen Blutdruck vorsorglich ab und zu im Blick haben möchte, der ist mit diesem Drittplatzierten bestens bedient.

Mit einer Gesamtnote von 2,5, was mit der Schulnote “befriedigend” verglichen werden kann, ist dieses Gerät ein zuverlässiger Begleiter. Der Boso Medicus X ist in der Handhabung besonders gut. Für sehr gut befand Stiftung Warentest die Gebrauchsanweisung und die Akkulaufzeit. Ebenfalls mit einem “sehr gut” gekennzeichnet wurde der Aspekt Messgenauigkeit, was wichtigste an einem Blutdruckmessgerät. Der Preis liegt zwar etwas über den bisher günstigsten Modellen, kann sich aber für rund 45 Euro immer noch sehen lassen.

Tediver Blutdruckmessgerät Oberarm

Auch der Tediver Testsieger aus dem Jahr 2017 konnte aufgrund seiner Funktionen und Messgenauigkeit punkten. Das Gerät misst zuverlässig den Blutdruck am Oberarm, was dank der großen Komfortmanschette ein Leichtes ist. Das digitale Messgerät von Tediver ist leicht zu bedienen und auch die Werte sind schnell und unkompliziert abzulesen. Auch ältere Personen haben keine Probleme damit, die Blutdruckwerte abzulesen.

Tediver wirbt sogar mit einer erweiterten Messgenauigkeit, was natürlich von Stiftung Warentest genauer unter die Lupe genommen wurde. Der automatische, intelligente Monitor und die breite Oberarmmanschette liefern genaue Ablesungen aufgrund der neuesten BP Überwachungstechnologie. Die Hintergrundbeleuchtung wurde hell, die Schrift extra groß gestaltet. So liest man Blutdruck und Herzfrequenz einfach und bequem vom Display ab.

Geliefert wird das Gerät zudem in einer Premium-Tragetasche, ein passendes AC-Ladegerät ist ebenfalls im Lieferumfang dabei. So sparen Kunden unterwegs an Batterie, die Tragetasche ist perfekt für Reisen oder zur unkomplizierten Aufbewahrung zuhause. Die Bedienung funktioniert unkompliziert über den Start-Knopf. Der Blutdruck wird automatisch, schnell und leise gemessen. 120 Speicherungen ermöglichen eine umfangreiche Kontrolle des Blutdrucks über einen längeren Zeitraum hinweg. Ein wirklich gutes Produkt, welches von vielen Kunden hochgelobt wird.

Omron M500 Oberarm

Das Blutdruckmessgerät Omron M300 war bislang der Vorreiter des M500 und schon zu seiner Zeit bei seinen Verbrauchern beliebt. Omron stellt Geräte zum Blutdruckmessen im gewerblichen Bereich her, sodass man hier besonders viel Wert auf Professionalität legt. Der Blutdruck wird am Oberarm gemessen.

Auch die Deutsche Hochdruckliga konnte sich für das Omron M500 begeistern. Integriert wurde die so genannte Dual-Check-Technologie, wobei mit künftig zwei Sensoren die Messwerte ermittelt werden. Genau Ergebnisse ohne Abweichungen sind mit diesem Gerät auf jeden Fall möglich. So werden unter anderem Herzrhythmusstörungen oder morgendliche Hypertonien und diverse körlichere Aktivitäten erkannt und in die Wertermittlung mit einbezogen. Dank intelligenter “Intelli Wrap Manschette” mit eingebauter Anlegeintelligenz kann eigentlich kaum noch etwas schief gehen. Eine LED Leuchte informiert den Anwender darüber, ob die Manschette korrekt angebracht ist. Was der M300 noch nicht konnte, wurde im M500 gewinnbringend integriert.

Was die Speicherung der Messergebnisse betrifft, so kann das M500 ebenfalls punkten. Das Gerät verfügt über 100 Speicherplätze und zwei unterschiedliche Ordner. Diese können individuell ausgewählt und die Ergebnisse gespeichert werden. Auch Mittelwerte können erkannt und ausgewertet werden, ein mitgelieferter Blutdruckpass verschafft dabei Übersicht über einen längeren Zeitraum. Leider gibt es keine USB-Schnittstelle und auch keine Anbindung für Apps. Somit können die Werte zwar nicht auf den Computer übertragen werden, für private Anwendungen ist das allerdings auch nicht notwendig.

Blutdruckmessgerät Test

Natürlich können sich auch ein paar andere Produkte, außerhalb der Testsieger, sehen lassen. So sind die Geräte von Sanitas, 1byone oder Beurer auf keinen Fall schlecht. Und dennoch unterliegen die Geräte sowohl von Stiftung Warentest und der Deutschen Hochdruckliga gewissen Kriterien, die auch von unserer Seite aus erfüllt sein sollten. Modernes Blutdruckmessen sollte nicht kompliziert, aufwändig oder gar ungenau sein. Sehr gute Empfehlungen erhielten daher auch folgende Produkte:

 

  • Sanitas SBM 36 Oberarm Blutdruckmessgerät – überzeugt durch sanftes aufblasen der Oberarmmanschette und einer schonenden Messung. Auch das einfach zu bedienende Gerät mit leicht ablesbaren Daten kann punkten.
  • Omron RS2 Handgelenk Blutdruckmessgerät – ehemaliger Testsieger
  • SIMBR für Sportler und zur Kontrolle, bzw. Überwachung der persönlichen Blutdruckwerte
  • BEURER BM 57 – Bluetooth Messgerät für den Oberarm punktet durch innovative Vernetzung zwischen Gerät und Smartphone
  • BEURER BC 44 – für schnelles Messen aktiver, junger Leute für Zwischendurch und zur schnellen Kontrolle

Blutdruckmessgerät Testkriterien

Ohne diverse Testkriterien kann es zu keinem Testsieger und keinen Ergebnissen kommen. Folgende Testkriterien bei Blutdruckmessgeräten wurden demnach vorher festgelegt und auch von diversen Test-Instituten unter die Lupe genommen:

 

Messgenauigkeit

Die genaueste und zuverlässigste Messmethode des Blutdrucks stellt die ursprünglichste Variante dar. Genutzt wird dafür eine breite Oberarmmanschette, eine manuell zu bedienende Pumpe zum Aufblasen der Manschette und ein Stethoskop, dessen Ende unter der Manschette liegt, während der Arzt mithört. Eine aufwändige Methode, die jedoch immer noch Anwendung findet und die besten, genauesten Ergebnisse liefert. Diese Ergebnisse sind die Grundlage aller Tests von Geräten. Denn dessen Ergebnisse sollten mit den “echten” Werten übereinstimmen oder zumindest nahe an sie herankommen. 

 

Bedienbarkeit und Handlichkeit

Für ein gutes Handling ist es wichtig, dass die Geräte nicht zu viele Knöpfe, Tasten und Drehrädchen besitzen. Dies würde die Einstellungen nur unnötig schwer machen. Inzwischen passieren die meisten Vorgänge auf einem Blutdruckmessgerät völlig automatisch, sodass lediglich ein Knopf in der Mitte des Gerätes gedrückt werden muss. Wichtig ist außerdem, dass das Gerät problemlos alleine angelegt werden kann, ohne dass es kompliziert wird. Wer sein Gerät oft mitnehmen muss, der sollte das Messgerät in einer Tragetasche verstauen können. Diese werden bei manchen Produkten automatisch mit angeboten.

 

Funktion

Einige Funktionen sind ziemlich praktisch, andere eher unnötig. So wird es einigen ziemlich egal sein, ob die Display-Hintergrundfarbe wechseln kann, oder eben nur in einer Farbe leuchtet. Viele andere Funktionen allerdings sind äußerst nützlich. Wer also täglich seinen Blutdruck messen muss und die Werte später seinem Arzt vorlegen möchte, der sollte beim Kauf auf mögliche Speicherfunktionen achten. Auch sollte das Gerät wenn möglich besondere Aktivitäten herausfiltern können.

 

Lieferumfang

Der Lieferumfang richtet sich natürlich nach der Benutzung des Gerätes. Wer sein Blutdruckmessgerät beispielsweise per Ladekabel aufladen muss, der sollte darauf achten, dass dieses auch im Lieferumfang enthalten ist. Auch eine komfortable Reisetasche ist oft mit dabei. Kann das Gerät sich mit einer speziellen App verknüpfen, so wäre  es sinnvoll, dass die Zugänge zur App dabei wären. Auch diverse USB-Kabel sollten gegebenenfalls im Lieferumfang enthalten sein.

 

Garantie

Namhafte Hersteller bieten etwa 1-2 Jahre Garantie. Dies ist auch sinnvoll und auch der Kunde sollte beim Kauf darauf Wert legen. Immerhin ist ein Blutdruckmessgerät eine mehr oder weniger kostspielige Anschaffung und man würde sich bei 50 Euro dann doch ärgern, wenn das Gerät nach wenigen Monaten den Geist aufgibt.

 

Preis-Leistungs-Verhältnis

Um ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis ausmachen zu können, sollte man auf seine persönlichen Vorstellungen und Wünsche beim Kauf eingehen. Wer lediglich ab und an zum Spaß seinen Blutdruck messen möchte, der benötigt kein teures Gerät mit zig Speicherfunktionen. Dann wären 50 Euro womöglich sinnvoller angelegt. Wer hingegen täglich seinen Blutdruck messen muss, der darf ruhig etwas tiefer in die Tasche greifen, um praktische Funktionen und eine hohe Messgenauigkeit zu erhalten.

Welche Hersteller bieten die besten Blutdruckmessgeräte an?

Blutdruckmessgeräte werden von unzähligen Herstellern produziert und an die Kunden vertrieben. Gesetzlich scheint es kaum Vorschriften in Sachen Messgenauigkeit und Co. zu geben und so streuen sich nur allzu viele Geräte auf dem Markt, die dort eigentlich keine Berechtigung haben. Wer sich also im Begriff sieht, sich ein Blutdruckmessgerät zu kaufen, der sollte sich auf die wahren Testsieger berufen.

 

Boso

Boso ist Testsieger bei den Oberarm- und Handgelenkgeräten und stets mit guten Noten bewertet. Tatsächlich wurde die Marke schon mehrmals zum Testsieger gekürt, so auch wieder in diesem Jahr. Und das sogar regelmäßig unter den ersten drei. Boso kann also getrost vertraut werden, genauso wie es auch 96% aller deutschen Allgemeinmediziner, Internisten oder Heilpraktiker tun. Boso stellt qualitativ hochwertige Geräte her, welche alle mit einer guten Präzision arbeiten und vom Profigerät bis zum Heimgerät alles auf Lager haben.

 

Tediver

Durch und durch positive Bewertungen seitens der Kunden von Tediver können ebenfalls nicht lügen. So stellt sich auch das Blutdruckmessgerät der Marke Tediver als gut heraus, wobei sich die Marke stets darauf konzentriert, gute Ergebnisse zu erzielen. Eine schnelle und einfache Handhabung, 2x 120 Speicherplätze für Messungen, eine leichte tragbare Aufmachung rund um das Produkt und verstellbare Manschetten punkten bei den Kunden. Hinzu kommt ein Lieferumfang, der sich sehen lassen kann. Qualität und Kundenzufriedenheit steht auch bei Tediver an oberster Stelle, sodass die Marke durchaus unsere Aufmerksamkeit verdient.

 

Omron

“Das Leben von Menschen zu verbessern und einen positiven Beitrag zur Gesellschaft leisten!” heißt es auf der offiziellen Internetseite von Omron. Und tatsächlich spiegelt sich diese Philosophie auch in den getesteten Geräten von Omron wider. Erstaunlich sind die Fortschritte der integrierten Technik innerhalb der Geräte. So funktionieren die Überprüfungen und Anpassungen oft schon vollautomatisch, viele elektronische Komponente werden in einem qualitativ hochwertigen Gerät vereint und die Messtechnik kann sich als führender Hersteller durchaus sehen lassen. Neben hochwertigen Blutdruckmessgeräten bietet Omron noch viele weitere Produkte an, um typische Volkskrankheiten unterstützend oder vorbeugend zu behandeln. Weiterentwicklung und viel Fachwissen in den Produkten, die Kunden überzeugen.

Stiftung Warentest

In den vorangehenden Jahren veröffentlichte Stiftung Warentest einen relativ aussagekräftigen Vergleich von Blutdruckmessgeräten. Getestet wurden 15 Geräte,  nur drei von ihnen schafften es in die Kategorie Testsieger. Unter anderem waren die Geräte Omron RS2 und das Boso Medicus X zum Testsieger erkoren worden. Stiftung Warentest überlässt hier nichts dem Zufall, immerhin geht um unsere Gesundheit und darum, möglichst lange etwas von seinem Kauf zu haben.

 

So testet Stiftung Warentest 

Stiftung Warentest legt Wert auf Genauigkeit, vor allem bei Geräten, die der Gesundheit dienlich sein sollen. Die Messgenauigkeit bei einem Blutdruckmessgerät hat daher oberste Priorität. Die Testergebnisse zeigten, dass sich teure und günstige Geräte dabei nichts nahmen. Auch die günstigeren Messgeräte konnten gute Ergebnisse erzielen und waren ebenso präzise wie die teuren Geräte. Neben der Messgenauigkeit war die Verständlichkeit der Bedienungsanleitung wichtig. Denn für ein klares Ergebnis, muss dieses auch vom Kunden gelesen und verstanden werden können. Die Handhabung der Blutdruckmessgeräte muss einfach und unkompliziert erfolgen. Weniger entscheidend fanden die Tester, ob das Messgerät eine Uhrzeit festhalten  oder einen Mittelwert angeben konnte. Im Zweifelsfall waren diese Aspekte weniger wichtig, darüber hinaus für den einen oder anderen doch praktisch.

Die Messmethode wurde natürlich auch unter die Lupe genommen, sowohl die Variante Oberarm, als auch die Messmöglichkeit am Handgelenk. Welche Messmethode hier am besten abgeschnitten hat, konnten die Tester nicht eindeutig festlegen. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Fakt ist, dass Oberarmgeräte weniger aufwändig anzubringen sind und auch aufgrund der Herzhöhe sehr präzise und genaue Messergebnisse liefern. Bei den Handgelenk Blutdruckmessgeräten muss der Arm erst angewinkelt werden, sodass Fehler im Ergebnis nicht ausgeschlossen sind. Dennoch befanden sich 2016 unter den Testsiegern zwei Geräte für das Handgelenk.

Getestet wurden 15 Modelle, darunter acht für den Oberarm und sieben für das Handgelenk. Um die Messgenauigkeit zu testen, wurde jedes Gerät bei 32 Testpersonen getestet, jeweils sechsmal pro Person. So konnten am Ende gut 2800 Werte zusammengetragen werden. Ob denn die Geräte wirklich genau gemessen haben, wurde anhand ursprünglicher Messmethoden verglichen. So nutzte man die Oberarmmanschette und das Stethoskop, um die Werte der Geräte mit den tatsächlichen Werten abzugleichen.

FAQ – Häufig gestellte Fragen

Ist eine Aufbewahrungstasche dabei?

Bei vielen Herstellern ist eine Aufbewahrungstasche bereits im Lieferumfang enthalten. Auf Reisen ist sie ein praktischer Begleiter und schützt das Gerät vor Schmutz, Feuchtigkeit und Beschädigungen. Allerdings sollte dies kein Kaufargument darstellen, da sich individuelle Lösungen zu Aufbewahrung des Geräts finden lassen.

Benötige ich einen Blutdruckpass zur Dokumentation?

Der Blutdruck ist keine konstante Größe, sondern schwankt in Abhängigkeit von Tageszeit, Belastung und anderen Faktoren über längere Zeiträume. Die Blutdruckmessung beim Arzt ist nur eine Momentaufnahme. Das ist auch der Grund, warum selbst durchgeführte Messungen mit einem Blutdruckmessgerät sinnvoll sind. Für eine verlässliche Beurteilung des Blutdrucks unter verschiedenen Bedingungen sind daher Aufzeichnungen der Tendenz sehr hilfreich und geben dem Arzt wichtige Hinweise für Diagnostik und Therapie. 

Wie reinige ich ein Blutdruckmessgerät?

Macht sich eine Reinigung notwendig, dann genügt ein mit mildem Reiniger angefeuchtetes Tuch. Die Reinigung der Manschette (Oberarm-Blutdruckmessgeräte) kann ebenfalls auf diese Weise erfolgen. Bei einigen Geräten lässt sich der Bezug von der eigentlichen, aus Gummi bestehenden Manschette abnehmen. Diese kann per Handwäsche problemlos gereinigt werden. 

Ist auch eine Pulsmessung mit dem Blutdruckmessgerät möglich?

Alle Blutdruckmessgeräte verfügen über die Funktion des Messens der Pulsfrequenz. Blutdruck und Pulsschlag stehen in enger Beziehung und geben dem Arzt wichtige Hinweise zur Beurteilung des Herz-Kreislauf-Systems. Daher sollte die Erfassung und Dokumentation der Pulsfrequenz Bestandteil einer jeden Blutdruckmessung sein.

Was bedeutet die Anzeige „PP“ beim Blutdruckmessgerät?

Der pp-Wert (Abkürzung von englisch pulse pressure, zu Deutsch Pulsdruck, auch Blutdruckamplitude) ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck. Diese Messgröße ist ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Elastizität der Blutgefäße. Wie beim Blutdruck ist auch hier die Maßeinheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule). Es gibt Blutdruckmessgeräte mit einem Pulsdruck-Indikator, wie zum Beispiel das SCALA Blutdruckmessgerät SC 7701. Übersteigt der Pulsdruck den kritischen Wert von 60 mmHg, erscheint auf dem Display ein entsprechendes Symbol.

Was versteht man unter Pulsdruck?

Der Pulsdruck (auch Blutdruckamplitude genannt) ist eine wichtige Größe zur Beurteilung des Herz-Kreislauf-Systems. Er ist nicht zu verwechseln mit dem Blutdruck oder dem Pulsschlag. Er lässt sich leicht aus der Differenz der beiden Blutdruckwerte systolisch (der höhere Wert) und diastolisch (der niedrigere Wert) errechnen. Beispiel: systolisch 165, diastolisch 105: Man rechnet 165-105=60. Ein zu hoher Pulsdruck (über 60 mmHg) kann auf eine Funktionsstörung der Aortenklappe oder auf das Vorliegen einer Arteriosklerose hindeuten. 

Was ist die Blutdruckamplitude?

Die Blutdruckamplitude (auch Pulsdruck) ist die Differenz zwischen den beiden gemessenen Blutdruckwerten (systolisch/diastolisch). Das Verhältnis zwischen diesen beiden Werten gibt wichtige Aufschlüsse über den Zustand der Gefäße und der Funktion der Aortenklappe. Verlieren die Gefäßwände ihre Elastizität, kann die Blutdruckamplitude über den kritischen Wert von 60 ansteigen. Die Ermittlung der Blutdruckamplitude ist ganz einfach. Beispiel: systolischer Blutdruck 150, diastolischer Blutdruck 85, dann rechnet man 150-85=65 und erhält damit den Wert der Blutdruckamplitude. Ist diese höher als 60, sollte ein Arzt zur Abklärung konsultiert werden. 

Wie heißen die vier Herzklappen?

Entsprechend ihrer Lage und Funktion unterscheidet der Mediziner zwischen diesen Bezeichnungen: Trikuspidalklappe, Pulmonalklappe, Mitralklappe (auch Bikuspidalklappe) und Aortenklappe. Allen gemeinsam ist ihre Funktion, als „Einlass- bzw. Auslassventile“ zu wirken. 

Welche Herzfrequenz ist normal?

Die Frequenz des Herzschlages ist keine konstante Größe. Sie ist vom Alter und der Konstitution abhängig. Vor allem bei starker körperlicher Belastung kann die Herzfrequenz stark ansteigen. So hat ein neugeborenes Baby einen Herzschlag von 120 pro Minute, ein Mensch im Alter von 70 Jahren dagegen durchschnittlich nur noch 70 pro Minute. Um vergleichbare Werte zu erhalten, wird die Herzfrequenz stets in Ruhe gemessen. Bei einem gesunden Menschen liegt diese zwischen 50 bis 100 Schlägen in der Minute. 

Welche Herzklappen gibt es und wo lieben sie?

Der Mensch besitzt vier Herzklappen. Sie haben die Aufgabe, einen Rückstrom des Blutes ins Herz zu verhindern und arbeiten dabei wie Ventile. Die Trikuspidalklappe hat ihren Sitz zwischen der rechten Herzkammer und dem rechten Vorhof und stellt das „Einlassventil“ dar. In der linken Herzhälfte übernimmt die Mitralklappe diese Funktion. Das Gegenstück stellt als „Auslassventil“ die Aortenklappe dar. In der rechten Herzhälfte wirkt in gleicher Weise die Pulmonalklappe zwischen rechter Kammer und Lungenstrombahn.

Wo befindet sich die Pulmonalklappe?

Die Pulmonalklappe befindet sich in der rechten Herzkammer direkt an der herznahen, zur Lunge führenden Arterie. Während der Erschlaffungsphase des Herzens verhindert sie, dass das Blut zurück ins Herz strömen kann. 

Wie hoch ist die Lebensdauer eines Blutdruckmessgerätes?

Ein gut gepflegtes Blutdruckmessgerät kann über viele Jahre Dienst tun. Voraussetzung ist eine hohe Qualität und gute Verarbeitung, wie sie bei Herstellern hochwertiger Geräte gegeben ist. Zu den anerkannt guten Marken gehören z. B. Sanitas, Omron, Beurer, Boso, Medisana und einige mehr. 

Warum pumpt mein Blutdruckmessgerät nach?

Meist reicht in diesem Fall der zur Messung erforderliche Blutstau in der Arterie nicht aus, um den systolischen Blutdruck erfassen zu können. In der Regel tritt dieses Nachpumpen bei einem sehr hohen Blutdruck auf. Erst wenn die Kompression stark genug ist, kann der Zeitpunkt, an dem das Blut wieder fließt, als systolischer Wert zuverlässig erfasst werden.

Die zweite Möglichkeit besteht darin, dass die Oberarmmanschette zu locker angelegt wurde und das Gerät entsprechend lange und oft nachpumpen muss. 

Was bedeutet ein blinkendes Herz auf dem Blutdruckmessgerät?

Wird eine unregelmäßige Herzschlagfolge registriert, erscheint auf dem Display ein blinkendes Herzsymbol. Beim wiederholten oder gar dauerhaften Auftreten sollte ein Arzt zur Abklärung hinzugezogen werden. Diese Anzeige kann aber auch auftreten, wenn während der Messung eine Bewegung des Armes erfolgt. Deshalb sollte eine Blutdruckmessung stets in Ruhestellung durchgeführt werden.

Wie lege ich ein Blutdruckmessgerät richtig an?

Die Manschetten des Blutdruckmessgerätes sollten fest angelegt sein und auf richtigen Sitz überprüft werden. Bei der Oberarm-Manschette ist zusätzlich darauf zu achten, dass diese sich einige Zentimeter über der Innenseite der Armbeuge befindet und der Schlauch in Richtung Handgelenk bzw. Blutdruckmessgerät zeigt. Viele Manschetten besitzen hierfür entsprechende Markierungen. Außerdem ist der Arm so zu positionieren, dass Manschette und Herz die gleiche Höhe aufweisen.

Was ist ein 24-Stunden-Blutdruckmessgerät?

Ein 24-Stunden-Blutdruckmessgerät (auch Langzeit-Blutdruckmessgerät) erfasst den Blutdruck in kontinuierlichen Abständen während eines Tages. Als mobiles Gerät wird es am Körper getragen. Die Blutdruckmessung erfolgt automatisch und wird in einem Speicher (Recorder) zur späteren Auswertung erfasst.

Wie funktioniert ein Langzeit-Blutdruckmessgerät?

Ein Langzeit-Blutdruckmessgerät besteht aus den Komponenten Schlauch mit Oberarmmanschette und einem kleinen, an einem Gürtel befestigten Gehäuse, das auch den Recorder, die Batterien und den Kompressor enthält. In Abständen von 15 Minuten (nachts 30 Minuten) wird das Gerät automatisch aktiviert, um Blutdruck und Puls zu messen. Die Messwerte werden vom Recorder aufgezeichnet und stehen dem Arzt zur späteren Auswertung zur Verfügung. Weiter Informationen finden Sie hier.

Blutdruckmessgerät – Was zahlt die Kranken-Kasse?

Wenn keine klinischen Befunde vorliegen, die eine ständige Überwachung des Blutdrucks erfordern, muss das Blutdruckmessgerät aus eigener Tasche bezahlt werden. Unter bestimmten Umständen gibt es das Gerät auf Rezept. Das ist der Fall bei schwerer, nicht medikamentös einstellbarer Hypertonie, hoher Blutdruck während der Schwangerschaft und nach Organtransplantationen.

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Wer schreibt hier...

Herbert Havera

Herbert Havera

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen.

Quellenangabe

Salonen JT, Korpela H, Nyyssönen K, Porkkala E, Tuomainen TP, Belcher JD, Jacobs DR Jr, Salonen R. Lowering of body iron stores by blood letting and oxidation resistance of serum lipoproteins: a randomized cross-over trial in male smokers. Journal of Internal Medicine 1995 Feb;237:161-8. PubMed PMID: 7852918

https://das-immunsystem.de/, aufgerufen am 01.08.2018
https://de.wikipedia.org/wiki/Blut, aufgerufen am 01.08.2018
http://www.drjastrow.de/WAI/EM/EMBlut.html, aufgerufen am 01.08.2018
https://www.labor-karlsruhe.de/, aufgerufen am 01.08.2018
https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/blut_saft_des_lebens/index.html, aufgerufen am 01.08.2018
https://www.netdoktor.at/krankheit/praeeklampsie-7798, aufgerufen am 01.08.2018

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