Niedriger Blutdruck Hausmittel

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Wie entsteht niedriger Blutdruck?

Der menschliche Blutdruck ist von drei Faktoren abhängig: von der Schlagkraft, die das Herz aufbringen kann, wie elastisch die Blutgefäßwände sind, und wie hoch der Widerstand der Kapillaren (winzige Blutgefäße) ist. Der Blutdruck ist am höchsten, wenn sich der Herzmuskel vollständig zusammenzieht (dann spricht man von Systole), und am niedrigsten, wenn der Herzmuskel wieder erschlafft (man spricht dann von Diastole). Wer einen zu niedrigen Blutdruck hat, hat im Verhältnis zur Weite seiner Blutgefäße einen zu geringen Blutausstoß des Herzens.

Wenn man darunter leidet, ist das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, was sich bei Hitze verstärkt bemerkbar macht. Dann weiten sich die Gefäße extrem und das darauffolgende Schwitzen führt zu einem Flüssigkeitsmangel, woraufhin der Blutdruck noch weiter absinkt. Ein zu niedriger Blutdruck wird mit dem Fachbegriff „Arterielle Hypotonie“ genannt. Davon kann gesprochen werden, wenn Blutdruckwerte von unter „100/60 mmHg“ vorliegen. Es gibt jedoch auch Menschen mit dauerhaft niedrigem Blutdruck, die dabei keinerlei Beschwerden haben, sodass dieser niedere Blutdruck nicht behandelt werden muss. Das ist wie bei jeder Krankheit und jedem Symptom von Mensch zu Mensch grundverschieden und sollte individuell eingeschätzt, abgeklärt oder behandelt werden.

Es klingt unglaublich, wenn man weiß, dass Tag für Tag zwischen 8.000 und 9.000 Liter Blut von unserem Herzen in den Kreislauf gepumpt werden. Dieses Volumen, was unser Herz tagtäglich für uns leistet, ist mit einer Tanklasterladung zu vergleichen!

Wie diagnostiziert man einen niedrigen Blutdruck?

Meist bemerken Menschen mit einem zu niedrigen Blutdruck die entsprechenden Symptome selbst, fangen zu Hause an, ihren Blutdruck zu messen oder gehen mit ihren Beschwerden zum Arzt. Dieser empfiehlt über einen gewissen Zeitraum eine wiederholte Messung des Blutdrucks zu verschiedenen Tageszeiten und spricht die Bitte aus, die gemessenen Werte zu notieren, um sie ihm später vorzulegen. Wahlweise schließt er vielleicht die Patienten für einen oder mehrere Tage an ein mobiles Langzeit-Blutdruckmessgerät an. Die Messdaten, die dieses Gerät aufzeichnet, wertet er anschließend aus. Zudem sind für eine exakte Hypotonie-Diagnose spezielle Kreislauftests und weitere Untersuchungsmethoden wie Ultraschall oder eine Blutabnahme möglich. Auch über die Blutwerte kann der Arzt anhand bestimmter Angaben des Labors erkennen, ob ein zu niedriger Blutdruck vorliegt. Je nachdem, wie er die gegebene Sachlage einschätzt, legt er einen entsprechenden Therapieplan und/oder eine Medikamentengabe fest. 

Wichtiger Hinweis:

Ein zu niedriger Blutdruck ist zunächst nur ein Symptom, aber keine Erkrankung! Dieses Symptom ist mit diversen Methoden und lebensverändernden Maßnahmen sehr gut in den Griff zu bekommen und bedarf erst einer Behandlung, wenn all diese Dinge nichts bewirken und die Beschwerden über einen längeren Zeitraum anhalten.

Welche Formen eines zu niedrigen Blutdrucks gibt es?

Es gibt die nachfolgenden drei Formen:

  • Primäre Hypotonie
  • Sekundäre Hypotonie
  • Orthostatische Hypotonie
  • Kurzerklärung zu allen drei Formen des niedrigen Blutdrucks:

Eine Primäre Hypotonie ist die am häufigsten vorkommende Form, sie tritt ohne klar erkennbare Ursache auf. Es kann sich um eine vererbte Hypotonie handeln oder um eine konstitutionelle Hypotonie, da meistens sehr junge, schlanke Frauen daran leiden.

Eine Sekundäre Hypotonie ist meist die Folge einer anderen Grunderkrankung und tritt als Nebensymptom davon auf.

Das ist beispielsweise des Öfteren bei den nachfolgenden Krankheitsbildern der Fall: Schilddrüsenunterfunktion, Unterfunktionen der Hirnanhangdrüse oder der Nebennierenrinde, Herzerkrankungen und Venenschwäche wie Krampfadern, aber auch bei Salzmangel.

Da auch ein Flüssigkeitsmangel den Blutdruck stark absenken kann, sollte immer darauf geachtet werden, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn man stark schwitzt oder unter heftigem Erbrechen oder Durchfall litt, denn dann ist ein besonders starker Flüssigkeitsverlust gegeben. 

Ebenso kann der Blutdruck über Gebühr sinken, wenn Nebenwirkungen von Medikamenten voll zum Tragen kommen. Solch eine „medikamentöse Hypotonie“ kann verursacht werden durch:

  • Mittel gegen Herzrhythmusstörungen und gegen Bluthochdruck
  • Mittel gegen Ängste, Depressionen und Schlaflosigkeit (Psychopharmaka)
  • Harntreibende Medikamente
  • Mittel gegen koronare Krankheiten (z. B. Nitro-Spray, Medikamente gegen Angina pectoris)
  • Gefäßerweiternde Medikamente

Vermutet der Arzt eine Sekundäre Hypotonie, kann er sich das mithilfe verschiedener Untersuchungsmethoden bestätigen lassen. Er nimmt dem Patienten Blut ab, prüft die Schilddrüsenwerte auf eine Unterfunktion der Schilddrüse oder schaut sich diese mittels Ultraschall an. Mit einem EKG (Elektrokardiografie) versucht er herauszufinden, ob eine Herzerkrankung wie beispielsweise Herzrhythmusstörungen vorliegen. 

Eine Orthostatische Hypotonie liegt dann vor, wenn ein zu niedriger Blutdruck nur dann auftritt, wenn man zu schnell aus einer sitzenden oder liegenden Position aufgestanden ist und es einem dann schwindelig wird. Das liegt im Übrigen daran, dass das Blut in den Beinen versackt und sich demzufolge zu wenig Sauerstoff im Gehirn befindet. Der Begriff kommt daher, da man eine aufrechte Körperhaltung im medizinischen Fachjargon „Orthostase“ nennt. Es handelt sich bei einer Orthostatischen Hypotonie also um eine Dysregulation, da der Körper nicht schnell genug auf die „Volumenverschiebung“ des Blutes reagieren kann. Die Gründe für eine solche Hypotonie können in einer Störung des Nervensystems (z. B. bei Diabetes) oder in einer Zellschädigung der Nerven (z. B. bei Missbrauch von Alkohol oder durch die Parkinson-Krankheit) liegen. Weitere Gründe dafür könnten starke Krampfadern oder eine schwere Beinvenenthrombose sein. Selbst eine Sekundäre Hypotonie als Folge einer anderen Grunderkrankung kann ursächlich für eine Orthostatische Hypotonie sein. Hier kann also durchaus das eine das andere bedingen. Ob eine solche Form der Hypotonie vorliegt, kann ein Arzt mithilfe von zwei Tests herausfinden: der eine ist der Schellong-Test, der andere der sogenannte Kipptisch-Versuch.

Wer leidet verstärkt unter zu niedrigem Blutdruck?

Niedriger Blutdruck kann sogar angeboren sein, das heißt schon Babys können unter zu niedrigem Blutdruck leiden. Während sie heranwachsen, zu Kindern und später zu Jugendlichen werden, sind sie ebenfalls häufig davon betroffen. Ein weiterer typischer Personenkreis sind groß gewachsene und sehr schlanke, erwachsene Menschen, Schwangere, Untrainierte sowie Senioren. Im Regelfall sind mehr Frauen von arterieller Hypotonie betroffen als Männer.

Niedriger Blutdruck kann sogar angeboren sein, das heißt schon Babys können unter zu niedrigem Blutdruck leiden. Während sie heranwachsen, zu Kindern und später zu Jugendlichen werden, sind sie ebenfalls häufig davon betroffen. Ein weiterer typischer Personenkreis sind groß gewachsene und sehr schlanke, erwachsene Menschen, Schwangere, Untrainierte sowie Senioren. Im Regelfall sind mehr Frauen von arterieller Hypotonie betroffen als Männer.

Insbesondere Frauen sind mit dem unliebsamen Phänomen vertraut: Sie stehen nach längerem Sitzen oder Liegen auf und es verschwimmt ihnen kurzzeitig alles vor den Augen und sie fühlen sich ein wenig schwindelig. Neben solchen Schwindelanfällen kann es in seltenen Fällen sogar zu kurzen Ohnmachten kommen. Weiterhin klagen Betroffene des Öfteren über einen Konzentrationsmangel, sie fühlen sich antriebslos und leistungsschwach. Es können kalte Hände und Füße, innere Unruhezustände, Herzklopfen oder Übelkeit damit einhergehen. Das alles sind typische Anzeichen für einen zu niederen Blutdruck. Es mag sich unangenehm anfühlen, aber im Vergleich zum Bluthochdruck sind diese Symptome im Normalfall eher harmlos. Eine arterielle Hypotonie liegt wie schon erwähnt vor, wenn der obere Messwert unter 100 liegt. Ein zu niedriger Blutdruck ist kein Grund zur Besorgnis, denn durch die Umstellung von ein paar Lebensgewohnheiten lässt er sich in der Regel schnell und gut in den Griff bekommen.

Symptome bei niedrigem Blutdruck im Kurzüberblick:

  • Schwindelgefühle
  • Sehstörungen
  • kein klares Denken möglich – schummrige Gefühle im Kopf
  • Neigung zur Ohnmacht oder zu Kreislaufbeschwerden
  • innere Unruhe
  • Antriebslosigkeit
  • ständige Müdigkeit
  • verringerte Konzentrationsfähigkeit
  • laufend kalte Hände und Füße
  • Ohrensausen und Ohrgeräusche
  • Kopfschmerzen bis hin zur Migräne
  • Atemnot
  • Übelkeit
  • Es wird schwarz vor den Augen, vor allem bei schnellem Aufstehen.
  • unerklärliches Zittern
  • starkes Herzklopfen bis hin zu Herzrasen
  • Körperhaut fühlt sich kühl an und sieht blass aus
  • aus dem Nichts auftauchende depressive Verstimmungen
  • plötzlich einsetzende Reizbarkeit
  • Wetterfühligkeit

Diese Symptomatiken sind schlussendlich darauf zurückzuführen, dass bei einer vorliegenden Hypotonie in den Arterien der Blutdruck sinkt und das Gehirn sowie die Organe in der Folge mit weniger Sauerstoff versorgt werden.

Was bedeutet niedriger Blutdruck für eine Schwangerschaft?

Während der ersten sechs Schwangerschaftsmonate ist ein niedriger Blutdruck nicht nur normal, sondern bei vielen Frauen sogar an der Tagesordnung. In manchen Fällen bleibt er auch in den späteren Monaten der Schwangerschaft zu niedrig. Ein Grund dafür ist oft das sogenannte „Vena-cava“-Syndrom, bei dem das ungeborene Kind auf die große Hohlvene der Mutter drückt. Diese große Hohlvene, die das Blut aus dem Körper zurückführt zum Herzen, nennt sich „Vena cava“, daher der Name. Der Druck, den der Körper des Kindes auf dieses große Blutgefäß hat, beeinträchtigt also den Rückfluss des Blutes der Mutter zum Herzen. Aber nicht nur das: Weiterhin ist die Blutzufuhr ins Gehirn sowie in weitere Körperpartien verringert, woraus der niedrige Blutdruck resultiert.

Für die Mutter selbst ist der zu niedrige Blutdruck weniger das Problem, er könnte sich eher für das Ungeborene problematisch auswirken. Falls der Blutdruck über einen längeren Zeitraum zu niedrig ist, kann dies zu einer schlechten Durchblutung der Plazenta führen und in Folge zu Wachstumsstörungen des Säuglings. Kann das Ungeborene nicht richtig wachsen und gedeihen, könnte es zu klein und zu leicht auf die Welt kommen, was immer ein gewisses Überlebensrisiko darstellt. Ein niederer Blutdruck sollte also insbesondere während der Schwangerschaft unter ständiger Kontrolle stehen. Etwas Positives können Schwangere selbst bewirken, indem sie schnelles Aufstehen und langes Stehen ohne Beinbewegungen vermeiden und sich keiner übergroßen Hitze aussetzen. Zudem sollten Schwangere immer in der Seitenlage schlafen, um nicht selbst dazu beizutragen, dass der Blutrückfluss in die große Hohlvene behindert wird. Außerdem sollten sie viel trinken!

Welche Soforthilfe-Maßnahmen gibt es bei niedrigem Blutdruck?

Experten raten dazu, als Soforthilfe-Maßnahme sehr viel Flüssigkeit zügig zu trinken – und zwar mindestens einen halben Liter. Das hebt innerhalb von maximal zehn Minuten den Blutdruck wieder an. Hilfreich ist als Sofortmaßnahme auch das Trinken von Rosmarintee.

 

Rundum-Sorglos-Tipps für Menschen mit zu niederem Blutdruck

Generell ist Flüssigkeit bei niedrigem Blutdruck immer das Mittel der Wahl. Menschen mit diesem Leiden sollten also Tag für Tag sehr viel trinken! Empfehlenswert sind zwei bis drei Liter pro Tag. Neben Wasser können das Kräuter- und Früchtetees sein, verdünnte Fruchtsäfte als Schorle sowie Gemüsesäfte, aber auch Kaffee und Tee, die dank ihrer Wirkstoffe Koffein und Tein hilfreich sind bei einem zu niederen Blutdruck.

 

Auch Schüssler-Salze können sehr gut helfen!

Am Vormittag vier Tabletten vom Schüssler-Salz Nr. 3 (Ferrum phosphoricum = Eisenphosphat) einnehmen, am Nachmittag vier Tabletten vom Schüssler-Salz Nr. 5 (Kalium phosphoricum = Salz der Nerven und Psyche, Energielieferant für Gewebe und Zellen) einnehmen. Sie werden erleben, wie Ihre Organdurchblutung sich von Tag zu Tag verbessert.

 

Welche langfristigen Maßnahmen helfen bei zu niedrigem Blutdruck?

Alles bringt für einen zu niedrigen Blutdruck Hilfe, was den Kreislauf belebt und pusht.

Ausreichend Schlaf von mindestens sieben Stunden in jeder Nacht ist bei Menschen mit niedrigem Blutdruck elementar wichtig. Zudem sollte gegebenenfalls der Kopf etwas erhöht liegen, dazu kann das Kopfteil am Bett entweder höhergestellt werden oder man benutzt ein weiteres Kopfkissen als Unterlage.

Morgens sollte man abruptes Aufstehen vermeiden, also ganz langsam und allmählich aufstehen oder besser noch mit Bewegungen vor dem Aufstehen beginnen. Zunächst werden im Bett liegend die Füße mal gestreckt und mal angewinkelt. Um den Blutstrom anzuregen, sollte man mit den Füßen in der Luft symbolisch Rad fahren und sich anschließend langsam zur Seite drehen, um dann erst aufzustehen. Eventuell zuvor noch eine kurze Pause im Sitzen auf dem Bettrand einlegen, um dem Kreislauf die Möglichkeit zu geben, sich einzupendeln.

Um die Blutzirkulation in den Beinen anzuregen, ist es bei zu niedrigem Blutdruck oftmals ratsam, Stützstrümpfe (Kompressionsstrümpfe) zu tragen.

Möglichst gleich am frühen Morgen eine Tasse starken Kaffee oder einen länger aufgebrühten Schwarztee bzw. Grüntee trinken. Wer es lieber deftig mag, kann auch gleich früh am Morgen eine Suppe essen oder eine klare Brühe zu sich nehmen, denn es ist im Fall von niedrigem Blutdruck wichtig, sich salzreich zu ernähren. Aber auch eine Laugenbrezel oder ein Butterbrot mit einer gesalzenen Tomate dazu sowie ein Eier-mit-Speck-Frühstück nach englischer Art sind sehr empfehlenswert. Das sorgt für mehr Druck in den Adern und Sie können mit neuer Tatkraft gestärkt in den Tag starten.

Bei niedrigem Blutdruck sollen auch Saponine einen positiv stimulierenden Effekt erzeugen. Diese Pflanzenstoffe sind beispielsweise in Hülsenfrüchten, Hafer, Kartoffeln, Spargel, Knoblauch, Tomaten und Spinat, aber auch in süßer Lakritze enthalten. Saponine haben die Eigenschaft, die Produktion von Kortisol im Körper zu steigern, um somit den Blutdruck zu erhöhen.

Eine salzreiche Ernährung ist generell gut, da Salz mehr Flüssigkeit im Körper bindet und in der Folge der Blutdruck auf natürliche Weise ansteigt. Sie sollten jedoch keine zu üppigen Mahlzeiten verzehren, da der Blutdruck nach jedem Essen automatisch absinkt. Je mehr man zu sich nimmt, umso stärker sinkt der Blutdruck ab. Haben Sie dennoch einmal eine zu große Mahlzeit zu sich genommen, dann stehen Sie bitte wieder langsam und vorsichtig auf, da Ihnen schwindelig werden könnte. Hilfreich ist auch, nach einem üppigen Mahl einen starken Espresso zu sich nehmen, der den Kreislauf wieder auf Hochtouren bringt.

Wassergüsse nach Kneipp sind ebenso hilfreich, man sollte also vor allem die Arme und Beine abwechselnd mit kaltem und warmem Wasser abbrausen oder gleich ganze Wechselduschen vornehmen. Das regt den Kreislauf an und trainiert die Blutgefäße.  

Was Ihren Körper noch mehr trainiert und in Schwung bringt, ist eine gemäßigte, sportliche Tätigkeit wie Wandern, Nordic-Walking, Radfahren, Tanzen, Schwimmen, Aerobic, Gymnastik und Ähnliches. Auch der Besuch eines Fitness-Studios könnte hilfreich sein.

Haben Sie immer ein Fläschchen mit ätherischen Ölen parat, sowohl Minze als auch Rosmarin beleben hervorragend. Sie können dazu das Öl direkt an die Nasenöffnung tupfen. Falls Ihnen das zu heftig ist, geben Sie ein paar Tropfen des jeweiligen Öls auf ein Taschentuch und halten sich dieses direkt vor die Nase.

Dasselbe gilt natürlich für ein wohltuendes Wannenbad. Hierfür kann man vorzugsweise Fertigprodukte mit Minze und Rosmarin verwenden oder sich selbst einen Sud aus diesen Kräutern herstellen. Sie benötigen 50 g Minze oder Rosmarin und kochen das jeweilige Kraut in einem Liter Wasser kurz auf, lassen das Ganze 15 Minuten lang ziehen und seihen das Kraut anschließend ab. Den entstandenen Kräutersud direkt dem nicht zu warmen Badewasser zufügen. 

Bewegung im Allgemeinen erhöht den Blutdruck. Nehmen Sie also öfter mal die Treppe statt den Aufzug, lassen Sie das Auto stehen und erledigen Sie Ihre Einkäufe zu Fuß. Bauen Sie regelmäßig ein paar Körperübungen pro Tag ein, möglichst an der frischen Luft oder zumindest bei geöffnetem Fenster, das gibt einen Extraschub an Sauerstoff für die Zellen.

Meiden Sie Stress, Streit, Lärm und Hektik, wo immer Sie können, denn auch das wirkt sich meist negativ auf Ihren Blutdruck aus. Im Gegenzug tut Ihnen beispielsweise eine entspannende Massage gut, sie regt den Kreislauf an und beruhigt das angespannte Nervenkostüm. Das gilt insbesondere für Trockenbürsten-Massagen. Der Effekt der Kreislaufanregung kann auch durch Stimulierung des Vagus Nervs erreicht werden.

Muss man wegen Hypotonie zum Arzt gehen?

So lange sich die Symptome im erträglichen Rahmen halten, nur ab und zu vorkommen und Sie regelmäßig und vorbeugend entsprechende Gegenmaßnahmen vornehmen, ist es eher nicht erforderlich, einen Arzt zu konsultieren.

Wenn Sie jedoch als sonst kerngesunder Mensch urplötzlich über anhaltende Schlappheit oder sich ständig wiederholende Schwindelanfälle zu klagen haben, sollten Sie einen Arztbesuch dringend erwägen. Wenn Ihnen des Öfteren schwarz vor Augen wird und das Ganze gar in Ohnmachtsanfällen gipfelt, dann helfen Hausmittel wohl eher nicht mehr und Sie sollten sogar unbedingt einen Arzt aufsuchen. Es könnte sich in Einzelfällen leider auch etwas Ernsthaftes dahinter verbergen. Zu diesen ernstzunehmenden Erkrankungen gehören Stoffwechselstörungen wie zum Beispiel Diabetes, diverse Herzleiden oder sogar Nebenwirkungen von Medikamenten, die sich manchmal durch einen starken Blutdruckabfall zeigen können.

 

Achtung – wichtiger Hinweis!

Wenn solche „Aussetzer“ wie Schwindel oder Ohnmachtsanfälle sich häufen oder urplötzlich aus dem Nichts auftauchen, dann können sie eventuell gefährlich werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn Sie gerade Auto fahren oder eine Maschine bedienen. Sie sollten deshalb ganz genau beobachten, wann, wie und in welcher Intensität diese Aussetzer auftreten.

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Wer schreibt hier...

Herbert Havera

Herbert Havera

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen.

Quellenangabe

Salonen JT, Korpela H, Nyyssönen K, Porkkala E, Tuomainen TP, Belcher JD, Jacobs DR Jr, Salonen R. Lowering of body iron stores by blood letting and oxidation resistance of serum lipoproteins: a randomized cross-over trial in male smokers. Journal of Internal Medicine 1995 Feb;237:161-8. PubMed PMID: 7852918

https://das-immunsystem.de/, aufgerufen am 01.08.2018
https://de.wikipedia.org/wiki/Blut, aufgerufen am 01.08.2018
http://www.drjastrow.de/WAI/EM/EMBlut.html, aufgerufen am 01.08.2018
https://www.labor-karlsruhe.de/, aufgerufen am 01.08.2018
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https://www.netdoktor.at/krankheit/praeeklampsie-7798, aufgerufen am 01.08.2018

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