Blutdruck senken Hausmittel

Knoblauch, Ingwer, Olivenblätterextrakt etc.

Der Begriff Blutdruck bezeichnet den Druck des Blutes in einem Blutgefäß. Allgemein ist mit Blutdruck der Druck in den großen Arterien gemeint. Deshalb erfolgt in diesem Bereich auch die Messung des sogenannten arteriellen Blutdrucks. Die Messeinheit dafür ist Millimeter Quecksilber-Säule (mm/Hg). Da ein erhöhter Blutdruck (Hypertonie) schwere gesundheitliche Schäden mit sich bringt, ist Senken eines zu hohen Blutdrucks enorm wichtig.

Systolischer und diastolischer Blutdruck

Blutdruck ist unter anderem direkt vom Widerstand in den Blutgefäßen und vom Herzzeitvolumen abhängig. In der Hauptschlagader (Aorta) ist er am höchsten, während des Blutkreislaufs über Arterien und Venen nimmt er immer mehr ab.

Beim Messen des Blutdrucks ergeben sich zwei Werte: ein höherer, die Systole, und ein niedrigerer, die Diastole. Da das Herz einen wellenförmigen Pumpvorgang bewirkt, erfolgt ein regelmäßiges Zusammenziehen und Entspannen. Beim Zusammenziehen gelangt das Blut in die Hauptschlagader und lässt den Druck in den Gefäßen ansteigen. Dieser maximale Druck heißt Systole, der Begriff kommt aus dem Griechischen. Die Systole heißt im Sprachgebrauch auch oberer Blutdruckwert.

Nach dem Zusammenziehen folgt in der linken Herzkammer die Entspannungsphase, der Druck in den Blutgefäßen sinkt. Der dabei gemessene, niedrigste Druck, auch unterer Wert genannt, heißt Diastole, abgeleitet aus dem Griechischen (Diastole = Ausdehnung). Ist z. B. der gemessene Blutdruck 135/85 mm/Hg, bedeutet dies, dass sich der Blutdruck wellenförmig laufend zwischen diesen beiden Werten bewegt.

Wann ist Blutdruck normal oder erhöht?

Die Blutdruckwerte schwanken normalerweise bei den meisten Menschen im Verlauf des Tages. Das liegt teilweise an unterschiedlichen Einflüssen und Tätigkeiten wie z. B. Arbeit, Ruhe, Sport oder Stress. Andererseits gibt es auch einen sogenannten Tagesrhythmus, auch circadian genannt, der die Blutdruckwerte beeinflusst. Morgens, etwa zwischen acht und neun Uhr, gibt es oft einen ersten Anstieg. Gegen Mittag ist meist ein Abfall der Werte zu beobachten. Nachmittags, zwischen 16 und 18 Uhr etwa, erfolgt bei vielen Menschen nochmals ein Anstieg. Während der Nacht sollten die Blutdruckwerte dann im Normalfall wieder sinken. Diese Schwankungen steuert das autonome Nervensystem. Es sind normale kurzzeitige Veränderungen, die mit krankhaft erhöhtem Blutdruck nichts zu tun haben.

Von hohem Blutdruck (Hypertonie) sprechen Mediziner, wenn die Werte bei mehreren Messungen über 140/90 betragen.

Der sogenannte optimale Blutdruck eines Erwachsenen ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) 120/80 mm/Hg. Normaler Blutdruck zeigt Systolen von 120 bis 129 und Diastolen von 80 bis 84. Bei hoch-normalem Blutdruck sind 130 bis 139 systolisch und 85 bis 89 diastolisch als Richtwerte angegeben. Ab systolischen Werten zwischen 140 und 159, verbunden mit Diastolen von 90 bis 99 gilt die Bezeichnung milde Hypertonie. Bei mittlerer Hypertonie sind die Werte 160 bis 179 (syst.) und 100 bis 109 (diast.), bei schwerem Blutdruck Systolen über 180 und Diastolen über 110 mm/Hg maßgebend.

Wichtig ist es, erhöhte Blutdruckwerte möglichst früh zu erkennen, um rechtzeitig eine geeignete Behandlung gegen diese Hypertonie zu beginnen. Nur so sind auf Dauer schlimme Folgen wie Hirn- oder Herzinfarkt zu vermeiden. Wenn der Blutdruck nicht zu stark erhöht ist, lassen sich die Werte meist gut mit Hausmitteln senken. Die folgenden Absätze befassen sich deshalb mit verschiedenen, für eine möglichst nebenwirkungsfreie Blutdrucksenkung infrage kommenden Hausmitteln. Teilweise ist die blutdrucksenkende Wirkung solcher natürlichen, meist pflanzlichen Mittel sogar durch wissenschaftliche Studien belegt.

Blutdruck senken Hausmittel

Wer bei einer moderaten Blutdruckerhöhung sofort mit Hausmitteln entgegenwirkt, kann viel für seine Gesundheit tun. Was genau sind eigentlich Hausmittel? Es sind Anwendungen, Pflanzen, Lebensmittel oder Tees, die schon vor Jahrhunderten als heilend oder helfend galten. Dazu gehören z. B. mehrmals wöchentlich warme Bäder, regelmäßige Bewegung (Spaziergänge, Sport) und vor allem eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Gemüse und Obst stehen da an vorderster Stelle. Viele unserer Lebensmittel gelten auch als Blutdrucksenker, die, länger konsequent eingesetzt, meist erfolgreich sind. Es sind allerdings nicht die Lebensmittel, sondern deren Inhaltsstoffe, die für das Senken erhöhter Blutdruckwerte sorgen. Die Aminosäure L-Arginin kommt z. B. gehäuft in Erdnüssen, Fisch und Geflügel vor. Die Aminosäure Citrullin findet sich vermehrt in der Wassermelone. Omega-3-Fettsäuren, welche in Chia Samen, Fischöl oder Walnüssen enthalten sind, gehören auch zu den Stoffen die sich günstig auf den Blutdruck auswirken. Ein sehr wichtiger Stoff ist Kalium, vorkommend beispielsweise in Bananen, Hülsenfrüchten und Tomaten. In Tomaten ist auch Lycopin enthalten, das ebenfalls als Blutdruck senkender Stoff bekannt ist. Ein anderes chemisches Element, das Magnesium, ist vermehrt in Nüssen und Vollkornbrot enthalten. Nitrat hingegen kommt z. B. in Radieschen, Roter Bete oder Spinat vor. Phenole (sekundäre Pflanzenstoffe) sind unter anderem in Kakao, Kartoffeln oder in Weißdorn vermehrt zu finden. Im Hibiskus sind z. B. Flavonoide enthalten, die ebenfalls den Blutdruck senken können. Interessant ist auch die Droge Cannabis (Hanf), deren Inhaltsstoffe, die Cannabinoide, den Blutdruck relativ schnell senken. Manuka Honig soll auch beim Bluthochdrucksenken helfen. Weitere Informationen dazu finden Sie hier: https://www.bienengold.net/manuka-honighttps://manukahonig-wirkung.com/ oder https://www.manuka-honig.net/

Die meisten Hausmittel senken den Blutdruck erst nach längerer regelmäßiger Anwendung. Egal, ob als Kapsel, Lebensmittel, Saft oder Tee, Wirkstoffe der Hausmittel bieten eine echte Alternative zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Solche Hausmittel sollten aber nur bei beginnendem hohem Blutdruck und vor allem auch zur Vorbeugung gegen einen weiteren Anstieg zur Anwendung kommen. Im Zweifelsfall ist immer ein Besuch bei einem Arzt empfehlenswert.

Obst und Gemüse

Obst und Gemüse, das wegen blutdrucksenkender Inhaltsstoffe fester Bestandteil unserer Ernährung sein sollte, stellen wir nachfolgend vor.

Bananen sind dank ihres hohen Gehalts an Kalium (Kaliumnitrat) gut zum Blutdruck senken geeignet. Untersuchungen von Forschern der Harvard Medical School in England und des Kasturba Medical Colleges in Indien stellten dabei eine signifikante Blutdrucksenkung fest. Zwei Bananen am Tag konnten im Laufe einer Woche den Blutdruck um bis zu zehn Prozent senken. Kalium und Natrium als wichtigste Elektrolyte im menschlichen Körper beeinflussen in einem Art Balance-Effekt über die Nieren den Flüssigkeitshaushalt des Körpers. So kann Kalium über diesen Effekt auch den Blutdruck senken.

Kartoffeln (vor allem blaue und rote) enthalten ebenfalls viel Kalium. Weitere Inhaltsstoffe sind Antioxidantien, Carotinoide und Phenole. Mit der Gesamtheit dieser Wirkstoffe kann ein regelmäßiger Verzehr von Kartoffeln erhöhte Blutdruckwerte um rund vier Prozent senken. Ganz allgemein sind diese gesunden Knollen auch vorbeugend zu empfehlen.

 

Rote Bete

Rote Bete ist als natürliche Blutdrucksenker schon lange bekannt. Eine deutliche Reduzierung, vor allem des systolischen Blutdrucks, haben etliche Studien bestätigt. An der Londoner Queen Mary Universität zeigten Wissenschaftler wie die Pharmakologin Ahluwalia den Ablauf der natürlichen Blutdrucksenkung mit Roter Bete. Die in diesem Gemüse reichlich enthaltenen Nitrate wandeln sich im Körper zu Nitriten, aus denen sich mit Enzymen Stickstoffmonoxid bildet. Dies ist ein bekannter Vasodilatator (Gefäßerweiterer). So ließ sich bei 15 Hochdruckpatienten mit Systole-Werten um durchschnittlich 150 mm/Hg mit einem viertel Liter Rote-Bete-Saft täglich eine Senkung um etwa 12 mm/Hg erzielen. Die Wirkung trat nach vier bis fünf Stunden ein und hielt über 24 Stunden an. Die Ergebnisse dieser kleinen Studie bestätigte Dr. Kapil vom gleichen Institut. In einer Placebo kontrollierten Studie mit 64 Patienten, die vier Wochen lang täglich 250 ml nitratreichen Rote-Bete-Saft tranken, sanken die Blutdruckwerte ähnlich gut.

 

Fisch und Naturreis

Ein weiteres Lebensmittel aus der Kategorie Blutdrucksenker ist Reis. Allerdings muss es der in Japan übliche Naturreis sein. Dem bei uns üblicherweise verwendeten weißen Reis fehlt meist das Wichtigste, die äußere Aleuronschicht. Dieses Aleuron ist es, das den speziellen Effekt der Blutdrucksenkung mit Reis bringt. Aleuron hemmt z. B. zuverlässig das den Blutdruck steigernde Gewebshormon Angiotensin II. Regelmäßig Naturreis verzehren senkt also auf Dauer erhöhten Blutdruck und beugt einer Hypertonie vor.

Wer dazu öfter mal fettreichen Fisch wie Hering, Lachs oder Makrele zu sich nimmt, tut langfristig ebenfalls etwas für den Erhalt normaler Blutdruckwerte. Solche Fischsorten enthalten immer reichlich Omega-3-Fettsäuren, deren günstige Wirkung auf den Blutdruck wissenschaftlich längst erwiesen ist. Funktionsweise ist dabei der geförderte Einstrom von Kalium in die Zellen durch das Öffnen spezieller SLO1-Ionen-Kanäle. Dadurch erweitern sich die Gefäße, der Blutfluss ist besser, der Blutdruck sinkt.

Natürlich den Blutdruck senken

Nachfolgend einige weitere Beispiele dafür, wie mit Nahrungsmitteln jederzeit der Blutdruck gut beeinflussbar ist.

Kakao ist bekannt, viele wissen aber nicht, dass hochwertiger Kakao, z. B. in Zartbitterschokolade, Blutdruck senkend wirkt. Verantwortlich dafür sind Flavanole und Phenole, sekundäre Pflanzenstoffe, die nachweislich positiv auf die Blutgefäße wirken. Dies zeigten auch Untersuchungen an der Uni in Düsseldorf (Kardiologische Klinik, Prof. Kelm). Zwei doppelblinde, randomisierte Studien bewiesen eine gefäßerweiternde, Blutdruck und Cholesterin senkende Wirkung von Kakao.

Nüsse sind seit Langem für ihre günstige Wirkung auf die Gesundheit bekannt. Erdnüsse sowie Haselnüsse und Walnüsse enthalten neben den Makronährstoffen Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate auch ungesättigte Fettsäuren. Dazu kommen Magnesium, Phosphor, Eisen und Zink. Alle diese wichtigen Stoffe helfen, das Risiko für Herzkreislauferkrankungen wie Hypertonie um 25 Prozent zu senken. Dies zeigte eine Studie der Harvard Medical School in Boston/USA.

In diesem Zusammenhang empfiehlt die Deutsche Hochdruckliga e.V. die DASH Diät (Dietary Approach to Stop Hypertension). Nüsse empfiehlt die Liga als Alternative zu tierischen Fetten. Mit Fisch, Gemüse, Obst, Vollkornprodukten (viel Magnesium!) und reduzierter Salzzufuhr (weniger Natrium!) können Bluthochdruckpatienten so den systolischen Blutdruck um bis zu 11mm/Hg und den diastolischen Blutdruck um etwa 6 mm/Hg senken.

 

Magnesium

Der essenzielle Mineralstoff Magnesium und sein Einfluss auf die Blutdruckregulation ist ein Thema, das Professor Dr. med. Klaus Kisters aus Herne stark beschäftigt. Der Chefarzt in der Medizinischen Klinik I des St. Anna Hospitals berichtete von medizinischen Studien, die zeigten, dass Magnesiummangel das Entstehen von hohem Blutdruck begünstigen kann. Bei der Auswertung mehrerer großer Studien im Jahre 2003 ergaben sich interessante Nachweise. So kann eine gezielte Zufuhr von Magnesium, je nach Dosierung bis zu 20 mm/Hg die Systole und die Diastole senken. Reduktion der Verkalkung von Blutgefäßen, günstiger Einfluss bei Fettstoffwechselstörungen (zu hohe Cholesterin-, LDL-Cholesterin- und Triglyzerid-Werte) sind ebenfalls möglich. Der Pulsdruck, die Differenz zwischen Systole und Diastole, könne laut Prof. Kisters neueren Studien zufolge günstig durch Magnesium beeinflusst werden.

Magnesium, Calcium, Kalium und Natrium stehen teilweise im Zusammenhang, z. B. bei diversen Regulationsmechanismen der Zellen, beim Flüssigkeitshaushalt und anderem. Sicherheitshalber sollte deshalb vor einer erhöhten natürlichen Zufuhr von Magnesium mit einem Arzt gesprochen werden. Möglicherweise können labordiagnostische Maßnahmen vor gefährlichen Überdosierungen oder Reaktionen bewahren.

Knoblauch

Knoblauch (Allium sativum) ist als Heilmittel seit Jahrhunderten weltweit bekannt und geschätzt. In unserer Zeit spielt Knoblauch immer mehr als Mittel eine Rolle, das positiv auf den Kreislauf wirkt. Der entscheidende Inhaltsstoff ist die schwefelhaltige Verbindung Alliin. Beim Zerdrücken der Knoblauchzehe und im Körper entsteht mittels Enzymen aus Alliin das für den unangenehmen Schwefelgeruch verantwortliche Allicin.

In der Kardiologie des Klinikums der Soochow Universität in Szhou, China, haben Mediziner 17 kontrollierte, randomisierte Studien als Metaanalyse überprüft.

Es ging dabei um die Wirkung von Knoblauch (als Extrakt, Öl oder Pulver eingenommen) bei hohem Blutdruck.

Dabei bestätigte sich, das Allicin die Substanz ist, die überwiegend für den positiven Einfluss bei Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten verantwortlich ist. Interessant war, dass signifikante Senkungen von Systole und Diastole nur bei Personen mit erhöhtem Blutdruck zu verzeichnen waren.

An der Shandong Universität in Jinan, China, ergaben sich im Rahmen einer weiteren Metaanalyse Beweise für positive Effekte bei erhöhten Blutfetten. Der Cholesterin-Spiegel sank durchschnittlich um 5,4 Prozent, die Triglyzeride um 6,5 Prozent. Über die genauen Wirkmechanismen besteht nach beiden Analysen keine endgültige Klarheit. In der Diskussion sind eine antioxidative Wirkung sowie eine Hemmung des Angiotensin Converting Enzyms durch Allicin. Eine Erhöhung dieses Enzyms steht übrigens meist im Zusammenhang mit auftretender Hypertonie.

 

Senkt Ingwer den Blutdruck?

Ingwer ist wie Knoblauch ein Gewürz. Es ist seit vielen Jahrhunderten in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) schon Heilmittel. Auch in Indien erfreut sich Ingwer medizinisch großer Beliebtheit. Inzwischen ist Ingwer weltweit ein beliebtes Hausmittel, schon wegen seiner erwiesenen ausgezeichneten blutverdünnenden Wirkung. Die Ingwerwurzel enthält ätherische Öle, Aminosäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Bekannte Inhaltsstoffe sind z. B. das Capsaicin, Carotin und Curcumin.

Das nigerianische College of Health Sciences führte eine Studie zur heilenden Wirkung von Ingwer bei hohem Blutdruck durch. Von drei Teilnehmergruppen erhielt eine Gruppe Wasser, eine Gruppe 50 mg Ingwerextrakt je Kilogramm Körpergewicht und die dritte Gruppe 100 mg Ingwerextrakt. Die besten Ergebnisse zeigte Gruppe drei, bei der Systole und Diastole gesenkt wurden, gegenüber einer nur systolischen Senkung in der Vergleichsgruppe.

Eine andere Studie belegte die blutverdünnende Wirkung von Ingwer und gleichzeitige Hemmung des Einstroms von Kalzium-Ionen in den blockierten Kalziumkanal. So weiten sich die Gefäße und das Blut ist verdünnt.

Da es kurzzeitig zu einer Blutdruckerhöhung bei Gabe von Ingwer kommen kann, gibt es auch kritische Stimmen gegen Ingwer bei Hypertonie. Wegen der vielseitigen positiven Wirkungen von Ingwer steht der Großteil der Fachleute einer Therapie von Bluthochdruck im Anfangsstadium nicht entgegen. Sinnvoll ist Ingwer auf jeden Fall als Vorbeugung gegen Hypertonie. Ingwer hat auch verdauungsfördernde und fettverbrennende Eigenschaften.

Mit Ingwerwurzel, in Scheiben geschnitten und mit abgekochtem, noch heißem Wasser übergossen, lässt sich ein geschmacksintensiver Tee bereiten. Als Extrakt sollte ausschließlich der phytholistisch gewonnene eingenommen werden. Nur so ist der Gehalt aller gesundheitsfördernden Ingwer-Inhaltsstoffe gewährleistet.

Empfehlenswert ist, vor der Einnahme von Ingwer gegen Bluthochdruck mit einem Arzt oder einem Heilpraktiker zu sprechen. Grundsätzlich aber ist Ingwer als Hausmittel wegen seiner vielen guten Eigenschaften sehr beliebt.

 

Blutdruck pflanzlich senken – Samen

Ein typisches Beispiel für die Möglichkeit, Blutdruck natürlich zu senken, ist der Chia-Samen. Schon die Azteken im Mexiko des 14. Jahrhunderts kannten die Vorzüge eines besonders hohen Nährstoffgehalts von Chia-Samen. Professor Vuksan, Ernährungswissenschaftler an der Universität Toronto, bestätigte das breite Wirkspektrum von Chia-Samen. Inhaltsstoffe wie z. B. Antioxidantien, Kalium und Magnesium, Niacin (Nikotinsäure) sowie Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffe sind im Samen enthalten. Sie machen Chia auch für Herzkreislauf-Erkrankungen wie hohen Blutdruck interessant. Da der Samen auch eine hohe Wasserspeicherfähigkeit aufweist, Diabetes günstig beeinflusst und eine blutverdünnende Wirkung zeigt, senkt er auch den Bluthochdruck. Dies ergibt sich auch aus der Tatsache, dass Chia den Stoffwechsel anregt und Blutfette (z. B. Cholesterin) senken kann.

 

Olivenblätterextrakt

Oliven sind schon immer als gesunde, mediterrane Speise bekannt. Seit einiger Zeit ist erwiesen, dass z. B. die Einnahme von Olivenblätterextrakt erhöhten Blutdruck signifikant senken kann.

An der medizinischen Hochschule der Universität von Indonesien führten Wissenschaftler 2011 eine Studie durch. Diese Placebo kontrollierte, randomisierte Doppel-Blind-Studie verglich die Wirkung von Olivenblätterextrakt mit Captopril. Captopril ist ein verschreibungspflichtiges, zur Gruppe der ACE-Hemmer gehörendes Medikament. Es nahmen 200 Patienten an der Untersuchung teil, sie erhielten entweder 500 mg Olivenblätterextrakt oder die entsprechende Dosis Captopril. Nach acht Wochen waren die systolischen Blutdruckwerte der Olivengruppe um 11,5 mm/Hg und die diastolischen um 4,8 mm/Hg gesunken. Der ACE-Hemmer schaffte 13,7 und 6,4 mm/Hg, also nur ein wenig mehr. Die Teilnehmer hatten alle eine milde Hypertonie. Im Gegensatz zu Captopril senkte der Olivenblätterextrakt zusätzlich erhöhte Triglyzerid-Werte im Blut.

Olivenblätterextrakt enthält unter anderem ungesättigte Fettsäuren und diverse Polyphenole, also sekundäre Pflanzenstoffe. Das Polyphenol Oleuropein scheint dabei der entscheidende Wirkstoff zu sein.

Tees, die Blutdruck senken können

Es gibt viele Menschen, die statt Kaffee gerne gemütlich einen Tee trinken. Viele kennen oft nicht die gesundheitsfördernden Wirkungen ihres Teegenusses. Dabei sind Aufgüsse von Baldrian, Bärlauch, Hibiskus, Kamillenblüten, Lorbeerblättern, Olivenblättern Pfefferminzblättern oder Weißdornblättern oft sogar bei mehreren Beschwerden hilfreich.

Von allen genannten Tees (auf übliche Art mit heißem, abgekochtem Wasser zubereitet) sollten jeweils eine bis drei Tassen täglich getrunken werden. Alle können, regelmäßig getrunken, einen moderaten Blutdruck senken und vor allem vorbeugend wirken.

 

Im Hibiskus-Tee (Blüten) sind überwiegend Phenole am blutdrucksenkenden Effekt beteiligt. Die Wirkung bestätigte eine Placebo kontrollierte Doppelblindstudie, bei der die Teilnehmer sechs Wochen lang täglich drei Tassen Hibiskus-Tee tranken. Dabei sank der systolische Wert um 7,2 mm/Hg, diastolisch ging er um 3,1 mm/Hg zurück.

Pfefferminztee enthält ätherische Öle (Menthol), Flavonoide, Gerbstoffe und Glykoside. Insbesondere Flavonoide und Gerbstoffe helfen dabei, Gefäße zu entspannen, was letztlich auch den Blutdruck senken kann.

Im Kamillentee findet sich neben Flavonoiden und Glykosiden noch Bisabolol. Vor allem seinem gefäßentspannenden und entzündungshemmenden Effekt verdankt Kamille die beruhigende und leicht Blutdruck senkende Wirkung. Dabei spielt auch eine diuretische (Na ausspülende) Wirkung eine zusätzliche Rolle.

Weißdorntee verdankt seinen sehr positiven Effekt auf den Blutdruck den durchblutungsfördernden, im Weißdorn enthaltenen Phenolen. Die bedeutendste Substanz ist das Procyanidin (zu den Flavanolen zählend) die einen Gefäß schützenden Effekt zeigt. Procyanidin ist ein sehr starkes Antioxidans.

Fazit

Blutdruck mit Hausmitteln senken ist grundsätzlich eine Alternative zu verschreibungspflichtigen Medikamenten. Diese haben nicht selten Nebenwirkungen, die viele Patienten auf Dauer als Problem sehen. Allerdings sollte jeweils der Hausarzt die erhöhten Blutdruck-Werte beurteilen. Manchmal ist es erforderlich, dass sogar mehrere Medikamente gegen schweren hohen Blutdruck einzunehmen sind. Die Gefahr lebensgefährlicher Folgen ist einfach zu hoch, um eine Blutdruckerhöhung z. B. über 180/100 nicht sofort hochkarätig zu behandeln. Bei Werten um 150/90 z. B. ist die Behandlung mit Hausmitteln wahrscheinlich sinnvoll. Dazu gehört aber auch, dass mehr Bewegung im Tagesverlauf eingeplant und eine gesunde Ernährung konsequent eingehalten wird. Wenig Alkohol und möglichst kein Rauchen erhöhen die Chancen auf ein langes Leben. Vorbeugen ist besser als heilen!

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Herbert Havera

Herbert Havera

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen.

Quellenangabe

Salonen JT, Korpela H, Nyyssönen K, Porkkala E, Tuomainen TP, Belcher JD, Jacobs DR Jr, Salonen R. Lowering of body iron stores by blood letting and oxidation resistance of serum lipoproteins: a randomized cross-over trial in male smokers. Journal of Internal Medicine 1995 Feb;237:161-8. PubMed PMID: 7852918

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