Blutdruck messen

Linke oder Rechte Hand? | Kinder, Tiere | Ohne Gerät

Regelmäßiges Blutdruckmessen ist wichtig, um die eigenen Werte zu kennen und Bluthochdruck frühzeitig ausmachen zu können. Immerhin ist ein unerkannter, zu hoher Blutdruck, ein erheblicher Risikofaktor für sämtliche Herz-Kreislauferkrankungen. Um den Blutdruck richtig zu messen gibt es verschiedene Möglichkeiten. Entweder man lässt ihn bei seinem Hausarzt untersuchen, oder aber man wählt die Variante per Heimgerät. Diese gibt es für das Handgelenk oder den Oberarm online zu kaufen. Vollautomatisierte Technik misst den Blutdruck ganz von alleine und bietet damit viel Sicherheit im Alltag. Wichtig ist natürlich, die verschiedenen Modelle und Ausführungen zu kennen. 

Die Messgenauigkeit spielt bei der Wahl eines guten Gerätes nämlich eine wichtige Rolle.

Inzwischen sind die Blutdruckwerte bei der Selbstmessung ziemlich zuverlässig, auch ist die Anwendung der Geräte einfach. Dennoch sollte man ein paar Details beachten, um seine Werte selbst nicht zu verfälschen. Auch wenn die Messungen vollautomatisch passieren und diverse äußere Einflüsse erkannt und ausgefiltert werden, so sollte man dennoch versuchen, die Messung möglichst nicht zu stören.

Blutdruck richtig messen

Leider muss festgehalten werden, dass die westliche Welt geprägt ist von Herz- und Kreislauferkrankungen. Dies ist nicht nur dem allgemeinen Lebensstil geschuldet, sondern auch unserer Ernährung und anderen Faktoren, die zu hohem Blutdruck führen. So sind Herz- Kreislauferkrankungen als führende Todesursache bekannt, ein hoher Blutdruck keine Seltenheit. Sogar 40 Prozent aller Menschen sterben an den Folgen eines zu hohen Blutdruckes, der erstmals viel zu spät erkannt wird. Je höher der Blutdruck, desto größer das Risiko von Erkrankungen. Aus diesem Grund schreibt die WHO einen Grenzwert vor, dessen Überschreitung als gefährlich oder gefährdet einzustufen ist. Der Wert liegt aktuell bei 140/90 mm Hg, in nächster Zukunft könnte es sogar wahrscheinlich sein, dass die Werte herabgesetzt werden, ganz nach dem Beispiel der USA.

Leider leben viel zu viele Menschen, darunter auch jüngere oder Menschen mittleren Alters, mit einem erhöhten Blutdruck. Dieser Zustand konstant führt zu diversen Erkrankungen, die erst spät auf einen dauerhaft hohen Blutdruck zurückgeführt werden. Die Selbstkontrolle schadet daher auch in jüngeren Jahren nicht und kann unter Umständen Leben retten oder Erkrankungen verhindern.

Was versteht man unter Blutdruck?

Wer aufgeregt, wütend, gestresst oder ängstlich ist, der bekommt einen hohen Blutdruck. Einige hören das Pochen sogar in den Adern, beispielsweise nach einem Adrenalinausstoß oder einem anstrengenden Lauf. Genau diese Funktion ist völlig normal und auch erforderlich. Immerhin muss sich der Blutdruck stets den aktuellen Gegebenheiten anpassen, um den Körper richtig reagieren zu lassen. Steigt der Blutdruck, so steht mehr Sauerstoff zur Verfügung und der Mensch kann mehr leisten. Wer sich entspannt, der lässt den Blutdruck sinken. Morgens ist der Blutdruck im Vergleich zur Nacht höher, bereits während dem Tag sinkt er kontinuierlich ab. Hormone, Gefäße und Nerven steuern den Blutdruck. Bei Bedarf steigert sich die Herzschlagfrequenz und die Blutgefäße verengen sich. Dieser Zustand kann binnen weniger Sekundenbruchteile passieren. Der Sympathikus lässt den Blutdruck steigen, während der Parasympathikus ihn senken lässt.

Rund 20 Millionen Deutsche leiden unter Hypertonie, einem erhöhten Blutdruck, der sich nur schwer in normale Takte runterfahren lässt.

Wie hoch sollte der Blutdruck sein?

Die Messwerte des Blutdrucks bei einem gesunden Menschen liegen bei etwa 120 zu 80 mm Hg (Millimeter Quecksilbersäule). Der systolische Wert ist der erste Wert, der durch das Zusammenziehen der linken Herzkammer entsteht. Hier wird das Blut in die Aorta gepumpt. Aus der rechten Herzkammer gelangt dabei Blut in den Lungenkreislauf. Der Blutdruck selbst ist hier am höchsten. Kurz darauf erfolgt der diastolische Wert, während sich die Herzkammern wieder entspannen und Blut erneut in diese einströmen kann. Jetzt ist der Blutdruck am niedrigsten.

Sofern der systolische Wert aber dauerhaft über 140 und der diastolische Wert über 90 liegt, kann von einem leichten Bluthochdruck gesprochen werden. Man kann ihn auch als Bluthochdruck 1 bezeichnen. Eine sehr schwere Hypertonie mit Grad 3 beginnt bei Werten, die größer sind als 180 oder als 110.

Was ist beid der Blutdruckmessung zu beachten?

Wer den Blutdruck misst, der sollte dies nicht gerade nach einem 10 Kilometer Lauf tun.Viel sinnvoller ist es, für einige Minuten ruhig dazusitzen und eine entspannte Haltung einzunehmen. Wichtig ist dabei, dass die Beine nebeneinander stehen und nicht übereinander geschlagen werden. Dies kann die Anspannung der Muskulatur fördern und den Blutdruck steigen lassen. Außerdem sollte vor einer Messung kein Nikotin oder Koffein zugeführt werden.

Während der Messung ist es wichtig, dass der Messpunkt nahe dem Herzen liegt. Aus diesem Grund bevorzugen manche die Messung am Oberarm. Wer am Handgelenk misst, der sollte dieses anheben, bzw. in Richtung Herz halten. Wichtig ist außerdem, passende Manschetten zu verwenden und die Korrekte Herzhöhe einzuhalten.

Blutdruck selber messen

Den Blutdruck kann man inzwischen bequem von Zuhause aus messen. Hierfür gibt es diverse Möglichkeiten, entweder die Messung am Oberarm, oder die am Handgelenk. Bei der Oberarmmessung sollte sich die Manschette an der Innenseite des Oberarms befinden. Der Verschluss liegt dabei außen, sodass der Schlauch nach unten hin zeigt. Wichtig ist hier, die Manschette nicht zu stramm anzulegen. Zwei Querfinger oberhalb der Ellenbeuge sollten zwischen Manschette und Arm passen.

Am Handgelenk erscheint die Messung zunächst einfacher, allerdings muss man hier auf eine korrekte Armhaltung achten. Wichtig ist, das Handgelenk nahe dem Herzen zu halten und die Angaben des jeweiligen Herstellers zu berücksichtigen.

Wann soll gemessen werden?

Generell liegt der Blutdruck am Morgen etwas höher, als gegen Abend hin. Dies hat eine ganz natürliche Bedeutung, immerhin muss der Mensch tagsüber Leistung erbringen und Abends müde werden und schlafen können. Hier wäre ein hoher Blutdruck natürlich kontraproduktiv. Wer also seinen Blutdruck nach ärztlicher Anweisung hin messen muss, der sollte zwei Messungen am Tag durchführen, einmal morgens und einmal abends. In einer ruhigen Mittagsstunde, möglichst noch vor dem Essen, kann aber auch ein zuverlässiger Wert gemessen werden.

Linke oder Rechte Hand?

Der Blutdruck kann sowohl am rechten, als auch am linken Arm gemessen werden. Allerdings sollte man immer den Arm verwenden, an dem der Blutdruck höher ist. Dafür sollte man zuerst den einen Arm nehmen, später den anderen, um einen richtigen Vergleich zu bekommen. An einem können die Werte höher ausfallen als am anderen. Die höheren Werte sind jedoch entscheidend für das Ergebnis.

Blutdruck messen ohne Gerät

Den Blutdruck ohne Gerät zu messen erfordert ein wenig Übung und ist auch nicht ganz so zuverlässig, wie die Messungen am Oberarm oder Handgelenk mittels Gerät. Hierfür gibt es mehrere Stellen am Körper, die das Messen des Pulses möglich machen. Beispielsweise die Halsschlagader oder das innere Handgelenk. Diese Stellen sind am einfachsten zu messen. Für die Messung nimmt man nun Zeige- und Mittelfinger, also immer zwei Finger, und legt diese unterhalb der Handwurzel auf die Unterarme. Erst wenn der Puls spürbar ist, können die Fingerkuppen darauf liegen bleiben.

Am besten nimmt man nun eine Uhr zu Hilfe, steht der Sekundenzeiger auf 12, so zählt man die Pulsschläge für 15 Sekunden lang. Dieser Wert wird mit vier multipliziert. Den Ruhepuls misst man morgens nach dem Aufwachen. Ein gesunder Puls schlägt rund 60-80 mal pro Minute.

Stethoskop

In Arztpraxen wird man nur selten die Messung des Blutdrucks mittels Handgelenks- oder Oberarmmessgeräten vornehmen. In der Regel misst man hier noch mittels Stethoskop und einer aufblasbaren Oberarmmanschette, welche manuell aufgeblasen wird. Hierfür wird die Oberarmmanschette angebracht und mittels einer kleinen Pumpe aufgeblasen, bis die Arterien verschlossen sind. Währenddessen schiebt der Arzt oder die Arzthelferin das Stethoskop unter die Manschette, bzw. legt das Endstück an eine geeignete Stelle nahe dem Herzen. Nun wird die Luft mittels Ventil abgelassen und der Blutdruck gewertet. Diese Methode ist nach wie vor die Zuverlässigste und noch immer gängige Praxis.

Blutdruck messen App

Wahnsinn was das Smartphone heutzutage alles kann! Aber Blutdruckmessen per App auf dem Handy? Auch das soll es jetzt geben, die Funktion ist aber noch umstritten und noch nicht wirklich erprobt. Dafür sollen User die Spitze ihres Zeigefingers einfach auf einen optischen Sensor auf das Smartphone legen, welcher auf der Rückseite des Handys angebracht wurde. Die App ermittelt die Werte aus der Brachialarterie aus dem Finger. Deutsche Ärzte zweifeln jedoch an der Messgenauigkeit und weisen darauf hin, seine Gesundheit nicht von einer App bestimmen zu lassen. Die Investition in ein richtiges Blutdruckmessgerät ist daher unumgänglich, besser noch, der Gang zum Arzt.

Zu oft Blutdruck messen schädlich?

Das Messen des Blutdrucks selbst ist überhaupt nicht gefährlich oder gesundheitsschädlich und beeinflusst den Blutdruck in keinster Weise, egal wie häufig man misst. Einige Menschen lassen sich jedoch von ihren täglichen Messungen schier verrückt machen und bekommen schnell Angst, wenn Werte über dem “normalen” liegen. Dann kann das Blutdruckmessen zu einer psychischen Abhängigkeit führen und Ängste schüren.

Blutdruckmessung Methoden

Für die Blutdruckmessung ergeben sich verschiedene Methoden, beispielsweise die Messung per Manschette am Oberarm oder einfach am Handgelenk. Die vollautomatischen Messungen machen einfaches und schnelles Blutdruckmessen in den eigenen vier Wänden möglich. Die genaueste Messung findet jedoch in den Arztpraxen statt, während ein Arzt den Blutdruck per Oberarmmanschette und Stethoskop vornimmt. Weitere Informationen finden Sie hier.

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Wer schreibt hier...

Herbert Havera

Herbert Havera

Herbert Havera ist Autor und beschäftigt sich schon seit mehreren Jahren mit der Thematik Ernährung/ Gesundheit. In seiner Recherche sind mehrere Stunden an Arbeit geflossen bzw. stehen wir generell im engen Kontakt mit Forschungseinrichtungen, Mediziner und Anwendern. Dank der wertvollen Informationen aus unserem Netzwerk, sind wir in der Lage stets fundierte Informationen rund um Heilmittel bieten, die uns die Natur freiwillig anbietet. Der enorme Vorteil von Naturheilmitteln ist, dass sie meistens frei von Nebenwirkungen sind. Dennoch dürfen sie nicht hemmungslos konsumiert werden. Wir klären Sie darüber auf, welche Tagesdosis unbedenklich, ideal und nicht mehr gesund ist. Denn wie Paracelsus schon sagte: „Nichts ist Gift, alles ist Gift – alleine die Dosis macht das Gift“.  Wir bieten Ihnen Informationen stets nach einer fundierten Recherche. Wir forschen intensiv nach den neuesten Studien, in denen sich die Naturheilmittel unter strengen Tests bewähren mussten. Und wo sich ein angepriesenes Mittel nachweislich als Mummenschanz und Quacksalberei entpuppt hat, lassen wir Sie das ebenfalls wissen.

Quellenangabe

Salonen JT, Korpela H, Nyyssönen K, Porkkala E, Tuomainen TP, Belcher JD, Jacobs DR Jr, Salonen R. Lowering of body iron stores by blood letting and oxidation resistance of serum lipoproteins: a randomized cross-over trial in male smokers. Journal of Internal Medicine 1995 Feb;237:161-8. PubMed PMID: 7852918

https://das-immunsystem.de/, aufgerufen am 01.08.2018
https://de.wikipedia.org/wiki/Blut, aufgerufen am 01.08.2018
http://www.drjastrow.de/WAI/EM/EMBlut.html, aufgerufen am 01.08.2018
https://www.labor-karlsruhe.de/, aufgerufen am 01.08.2018
https://www.planet-wissen.de/natur/anatomie_des_menschen/blut_saft_des_lebens/index.html, aufgerufen am 01.08.2018
https://www.netdoktor.at/krankheit/praeeklampsie-7798, aufgerufen am 01.08.2018

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